Wikiphantasia

Denkervon Denker

Selten gab es so viel Blödsinn zu lesen, der gleichzeitig des Geistes Kind entlarvt, der dahintersteckt. Es geht um den Artikel zur „Pro-Bewegung“ in Wikipedia. Wer den Verdacht zu hegen gedenkt, daß es sich um einen von linker Seite gesteuerten Mißbrauch der Enzyklopädie handelt, dürfte garnicht so falsch liegen. Rundum wird penetrant auf Soziologen verwiesen, die bekannt für ihre mit linker Ideologie geprägten Einstellungen sind.
Einer davon ist der Texter auf der Seite der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, wo dann schon mal Behauptungen auftauchen, wie: „Auf der anderen Seite vollzieht die PRO-Bewegung eine Zusammenarbeit mit den REPUBLIKANERN (REP) und ist bestrebt, sich die REP politisch einzuverleiben, um zu einer neuen Sammlungsbewegung des rechtspopulistisch modernisierten Parteienlagers von Rechtsaußen heranwachsen zu können.“

Daß da manches nicht zusammenpaßt, hat man zwar auch irgendwo begriffen, doch phantasiert man dennoch das zurecht, was einem nützlich ist. Die Mittel heiligen bekanntlich den Zweck.
Dementsprechend einseitig und schlampig wurde von den Autoren auch recherchiert und nicht dem Kram entsprechend verlaufende Diskussionen darüber schnell unterbunden. Man findet die aufschlußreiche Debatte nur noch im Archiv. Äußern darf man sich dort dazu nicht mehr.

Schon zu Beginn des Artikels wird die Absicht offenbar, daß es nur darum geht,  gegen alles  im Zusammenhang mit der „Pro-Bewegung“ die berühmte Rechtsextremismus-Keule zu schwingen.
Da wird frei weg behauptet, die „Pro-Bewegung“ werde überwiegend von den Verfassungsschutzbehörden der Länder als rechtsextrem und verfassungsfeindlich eingeordnet und beobachtet. Weil das für die Verbände Pro NRW und Pro Köln zutrifft – warum und unter welchem politisch motivierten Hintergrund auch immer -, wird das einfach allen anderen Verbände, die „Pro“ im Namen haben, genauso einfach angehängt, wie man diese einem imaginären Dachverband unterstellt.
Nein, man verschweigt bewußt die Wahrheit, weil man den größtmöglichen Schaden für die „Pro“ im Namen führenden Verbände anrichten will, denn außer diesen beiden Gruppen wird keine andere derart belastet und die im Übrigen, wie aufgrund der Beschwerden eingeräumt werden mußte, „de jure“ nichts miteinander zu tun und auch historisch ganz unterschiedlichen Entstehungsgeschichten haben.
Dabei kennen die Schreiber sehr wohl, was beispielsweise dazu auch die ihnen nahestehende Friedrich-Ebert-Stiftung weiß: „Das Verwaltungsgericht Hamburg … verurteilte am 5. Februar 2008 die Hamburger Behörde für Inneres, ‚die Verbreitung des Hamburgischen Verfassungsschutzberichtes für das Jahr 2005 zu unterlassen, wenn nicht zuvor die Passagen über die Bürgerbewegung pro Deutschland entfernt oder unleserlich gemacht worden sind.‘

So dichtet man auch der „Pro-Bewegung“ einfach an, „im Jahre 2012 wurden Teile der Pro-Bewegung auch Ziel von Hausdurchsuchungen im Rahmen von Ermittlungen gegen die Neonazi-Kameradschaft ‚Freundeskreis Rade‘, der von Polizei und Staatsanwaltschaft vorgeworfen wurde, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben„.
Erst im nächsten Satz nimmt man dann so ganz nebenbei auf Pro NRW bezug, mit der vielleicht außer Pro Köln alle anderen Pro-Verbände – wie bereits eingeräumt „de jure“ – garnichts zu tun haben.

Daß man „pro“ und „PRO“ im Namen nicht unterscheiden kann, zeigt die Schludrigkeit der Autoren. Die Phantasie ging jedoch völlig mit ihnen durch,  als sie sich an die Interpretation eines „Verein ‚Die Pro-Bewegung (PRO) e.V.‘“ heran machten. Dort sollen „pro Köln, pro NRW, pro Deutschland und weitere Pro-Vereine organisiert“ sein.
Auf den Nachweis von Behauptungen wird stets großer Wert gelegt. Diese müssen eine gute, am besten aus dem linken Spektrum kommende, sog. seriöse Quelle haben, wie zum Beispiel die taz oder ähnlich journalistisch Gestricktes, sonst wird rigoros der Rotstift angelegt.
Doch in diesem Fall reicht offenbar, was man sich aus den Fingern saugt: Nichts darüber, wo der „e.V.“ eingetragen ist, geschweige denn, wer die „weiteren Pro-Vereine“ sind und wie das zustande kam. Wäre wohl auch etwas zu schwer gewesen…

Ja, was nun? Gibt man auf Google die Suche nach „pro-bewegung.de“ ein, dann erscheint der Gesundheitsverein, der sich in löblicher Weise  für Bewegung einsetzt…

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3 Gedanken zu “Wikiphantasia

  1. Gut so. Mir stinkt es schon lange, wie Wikipedia von den Linken manipuliert wird. Ich werde den Verdacht nicht los, daß da die linken Uniprofessoren selbst dahinter stecken.

  2. Wikipedia ist in Deutschland von Linken unterwandert. Vergleicht man Artikel in der englischen Ausgabe, so stellt man dort wesentlich objektivere Darstellungen fest. Besonders schlimm sind die SED-Methoden, mit denen Sperren verhängt werden, wenn die kritisierten Admins sich nicht mehr anders zu helfen wissen.

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